Tja, nun sind schon wieder fast 2 Wochen ins Land gegangen und ich habe nichts neues auf diesem Blog geschrieben. Aber immerhin habe ich doch meine Didaktisierung der DW auf moodle veröffentlicht und werde sie auch hier noch einmal reinstellen. Hier also der Link: topthema_sprache
Ich denke, dass die Themen bei der DW sehr abwechslungsreich sind und hatte auch während meiner Zeit als „aktive“ Lehrerin schon mehrmals einige Texte und Themen von dort verwendet. Besonders interessant fanden meine Schüler damals den Bereich zu den Dialekten in Deutschland. Ich wurde nämlich häufig gefragt, ob es auch in Deutschland so große Unterschiede gibt wie hier in Italien und dann habe ich sie einfach mal mit der Webseite in einem unserer Nachmittagskurse vertraut gemacht. Sie fanden es sehr spannend und haben mir dann freundlicherweise hinterher bescheinigt, dass ich wohl eigentlich keine dialektalen Einflüsse habe, wenn ich spreche und dass sie mich wohl deswegen auch immer so gut verstehen.
So, jetzt werde ich wohl auch noch die letzten Themen in Angriff nehmen und habe mir schon mal das Programm No.23 Recorder heruntergeladen, denn ich will auch versuchen, einen Podcast zum Klimawandel aufzunehmen. Hoffentlich klappt es.
Zuerst einmal werde ich aber eure wundervollen Unterrichtsvorschläge kommentieren und mich zum Thema Film äußern.
Filme konnte ich recht wenig während meiner Unterrichtszeit als wirkliches Unterrichtsmaterial einsetzen, da die Zeit fehlte, bzw. die Kurse nicht darauf ausgerichtet waren. Aber zur Entspannung haben wir uns auch am Schuljahresende ein paar Filme angesehen.
Ich habe das Glück, noch mindestens 3-4 Mal im Jahr bei meinen Eltern in Deutschland zu sein und dabie ist der Kauf von neuen DVDs mit guten Filmen immer ein Muss. Allerdings gehört auch ab und zu ein einfacher nicht deutscher Unterhaltungsfilm dazu, so wie beispielsweise „Ice Age“ und „Madgaskar“. Beide Filme kamen bei meinen Schülern (in dem Fall im Alter von 15-17) sehr gut an und da sie die Filme bereits auf Italienisch kannten, waren sie dann auch am Ende richtig begeistert, da sie mehr verstanden haben, als sie dachten.
Nun habe ich aber natürlich auch didaktisch wertvollere Filme in meinem Repertoire. So habe ich beispielsweise in einer Abschlussklasse den Film „Goodbye Lenin“ gezeigt und versucht (ich betone leider versucht) im Anschluss daran, mit ihnen über das Thema „Wiedervereinigung“ zu diskutieren. Ich hatte mir das Material vom Goetheinstitut heruntergeladen und anhand der Zeittafel versucht, ihnen die Situation und geschichtlichen Abläufe zu erklären. War gar nicht so einfach – vor allem, da sie zwar davon gehört hatten, aber es eben im Prinzip für diese Generation schon „Geschichte“ war. Interessant war nur, dass die Lektorin der Klasse in der DDR aufgewachsen war (im Gegensatz zu mir, die ich in der BRD aufgewachsen bin) und die Schüler dann doch Interesse daran hatten, beide Sichtweisen kennen zu lernen. Leider ist es mir nicht geglückt, die Lektorin doch zu einer gemeinsamen Diskussionsstunde zu animieren, die sicherlich für die Schüler spannend gewesen wäre. Dennoch weiß ich, dass sie, nachdem sie den Film gesehen hatten, auch ihr einige Fragen zur damaligen Situation gestellt haben.
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Ansonsten habe ich in meiner Geschichtsklasse einige DVDs gezeigt, die sich mit dem besprochenen Thema (also in unserem Fall dem Nationalsozialismus und der Machtergreifung) beschäftigt haben, wie beispielsweise eine Beilage des Spiegels zur Machtergreifung und Ausschnitte aus den umstrittenen aber filmtechnisch und wissenschaftlich hochwertigen Filmen über Olympia 1936 “ Fest der Völker“ und „Fest der Schönheit“ von Leni Riefenstahl. Während dieser Unterrichtseinheiten beschäftigten wir uns mit der Propaganda und konnten daher sowohl über ihre Filme als auch über die Dokumentation zu Leni Riefenstahl „Die Macht der Bilder“ einige interessante Aspekte diskutieren.
Zum Abschluss möchte ich euch noch von einem totalen Reinfall erzählen: ich denke, dass wahrscheinlich alle aus Deutschland stammenden Kursteilnehmer den Film kennen werden: es handelt sich um „Die Feuerzangenbowle“. Ich finde diesen Film einfach Kult (auch wenn er mit dem Hintergrund der Zeit, in der er gedreht wurde, gesehen werden muss – als Kind hatte mich das nicht interessiert, da fand ich ihn nur witzig und der politische Hintergedanke war für mich nicht zugänglich, aber das nur nebenbei….). Ich dachte also, der Film ist auch etwas zum Jahresabschluss für eine Schulklasse. Falsch gedacht….
sie fanden ihn nur langweilig und schwer verständlich, weil einige Darsteller Dialekt sprechen, und vor allem einfach nur uralt. Es war mein erstes Jahr als Lehrerin und ich habe danach gelernt, dass man viele Dinge mit Vorsicht und sehr behutsam angehen muss und vor allem, dass die Generation doch eine andere ist und auch wenn man sich noch so jung fühlt, man muss immer wieder versuchen, den (wie sagt man so schön heute:) „Mainstream“ der Jugend zu erkennen, auch wenn man ihn häufig nicht mehr nachvollziehen kann. Ich muss allerdings auch sagen, dass auf der anderen Seite ich den Film heute vielleicht trotzdem wieder zeigen würde – allerdings mit einer guten Einführung in das Thema und den Film vorher. Schon allein, da der Schauspieler Heinz Rühmann sicherlich zu den berühmten Persönlichkeiten Deutschlands gehört, die man im Zusammenhang mit Kulturunterricht erwähnen sollte.
Soviel also zum Film – werde das Ganze jetzt auch mal in moodle hochladen.